Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention

Jährlich nehmen sich in Deutschland über 10.000 Menschen das Leben. 2014 etwa waren es 10.209 Personen. 7.624 davon waren dem männlichen Geschlecht zuzuordnen 2.585 dem weiblichen. Somit waren auch 2014 etwa 75% der Suizidopfer männlich.
In der Altersklasse zwischen 15 und noch nicht 30 Jahren konnten 2014 über 20% der Todesursachen auf einen Suizid zurückgeführt werden, womit Suizid die zweithäufigste Todesursache in dieser Altersklasse nach Verkehrsunfällen ist.

Betrachtet man ausschließlich die Opferzahlen, stellte Nordrhein-Westfalen 2014 mit 1.831 Suizidopfern das Bundesland mit den meisten durch Suizid verstorbenen Personen dar.
Dennoch ist Suizidalität in Deutschland immernoch ein Tabuthema, dass weitgehend aus der öffentlichen Diskussion verdrängt wird. Um die Aufklärung über die Problematik der Suizidalität zu fördern, wird daher seit 2003 alljährlich der Welttag der Suizidprävention veranstaltet. Dieser wurde von der International Association for Suizide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen.

In diesem Jahr wird sich auch [U25] Dortmund aktiv daran beteiligen Vorurteile bezüglich Suizidalität abzubauen und den Dialog über die Thematik zu fördern. Ihr findet uns am 10. September in der Zeit zwischen 13.00 und 17.00 auf dem Reinoldikirchplatz und seid herzlich dazu eingeladen vorbeizukommen und euch über das Thema Suizid zu informieren.

Denn drüber reden kann Leben retten.

Quellen:
STATISTISCHES BUNDESAMT (2016): Gesundheit. Todesursachen in Deutschland. 2014. Fachserie 12 Reihe 4.
STATISTISCHES BUNDESAMT (2007): Auszug aus Wirtschaft und Statistik. Todesursache Suizid.
Information zum Welttag der Suizidprävention am 10. September