Aktuelles von [U25] Dortmund

[U25] für den Deutschen Engagementpreis nominiert

Der Dortmunder [U25] Standort wurde am 27.07.2018 offiziell für den Deutschen Engagementpreis 2018 nominiert. Eingeladen waren alle Nominierten aus Essen, Köln, Dortmund und weiteren Städten der Region, um ihre Nominierungsurkunden entgegenzunehmen. Erich Steinsdörfer, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband, hat als Botschafter des Deutschen Engagementpreises die Nominierungsurkunden an die Nominierten überreicht.

Projektleitung Laura-Maria Lintzen sowie Katharina Block nahmen die Nominiertenurkunde entgegen. Ausgezeichnet wurde [U25] für das herausragende Engagement im Bereich der Suizidprävention von jungen Menschen. Zuvor ist [U25] bereits mit dem Deutschen Bürgerpreis 2017, dem Heinrich-Schmitz-Preis 2017, der Organisation Startsocial sowie durch Children for a better world ausgezeichnet worden. Nur die Ausrichter der rund 700 regionalen wie überregionalen Engagementpreise können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Engagementpreis nominieren.

Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld

Die jungen Ehrenamtlichen des Projektes [U25] haben jetzt die Chance bei der feierlichen Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises am 5. Dezember 2018 in Berlin geehrt zu werden. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner der fünf Kategorien Chancen schaffen, Leben bewahren, Generationen verbinden, Grenzen überwinden und Demokratie stärken warten Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro. Eine Experten-Jury bestimmt die Preisträgerinnen und Preisträger dieser Kategorien. Über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis stimmen die Bürgerinnen und Bürger vom 12. September bis 22. Oktober 2018 online ab.

Der Deutsche Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement der Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Rund 700 Wettbewerbe und Preise gibt es in Deutschland für freiwilliges Engagement. Sie können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Engagementpreis nominieren. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss der großen Dachorganisationen der Zivilgesellschaft in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung. Angesiedelt ist der Deutsche Engagementpreis beim Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin.

Informationen zu rund 700 Preisen für bürgerschaftliches Engagement unter www.deutscher-engagementpreis.de/preiselandschaft

Vierte Ausbildungsgruppe von Krisenbegleiter/innen fertig ausgebildet

Mit der abgeschlossenen Ausbildung der vierten Peer-Gruppe wurden im Dortmunder Beratungsangebot [U25] Online-Suizidprävention nun 44 Peers zu Krisenbegleiter/innen ausgebildet und damit auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet, sich via Mail um hilfesuchende Jugendliche in meist suizidalen Lebenskrisen zu kümmern. Die Feierliche Übergabe der Zertifikate erfolgte am 07 Juli 2018 in den Räumen der Erziehungsberatungsstelle des SkF e.V. Dortmund.

6 neue und motivierte Berater/innen ausgebildet

Mit Abschluss der Ausbildung haben die frisch gebackenen Peers ihre 4-monatige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und unterstützen ab sofort hilfesuchende Kinder und Jugendliche via Mail in ihren jeweiligen Konfliktsituationen. Das Online-Beratungsangebot [U25] wendet sich konkret an junge Menschen, die keine Lebensperspektive mehr sehen und sich mit dem Gedanken an einen Suizid beschäftigen.

In einer kurzen Rede dankte Laura-Maria Lintzen, Projektleitung der Online-Suizidprävention den Peers ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement und wünschte ihnen viel Erfolg. „Es sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, dass junge Menschen in ihrer Freizeit zu solch einer verantwortungsvollen Aufgabe bereit seien, umso mehr freue er sich, die jungen Frauen und Männer im Team von [U25] zu begrüßen.“ so Alwin Buddenkotte, Geschäftsführer des SkF.
Der SkF e.V. Dortmund ist seit September 2015 Träger des Projektstandortes in Dortmund und schaut stolz auf die große Zahl so junger Ehrenamtlicher, die sich diesem so wichtigen aber auch teilweise auch bedrückenden Thema widmen.

Seit die ersten Peers die Mailberatung bei [U25] übernommen haben, wurden bereits rund allein am Standort Dortmund bereits über  450 Hilfesuchende betreut. [U25] gibt es deutschlandweit in mittlerweile 10 Städten. Denn Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor ein akutes und leider weiterhin tabuisiertes Thema. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 10.000 Menschen durch eigene Hand. Umso wichtiger ist es, dass mit [U25] ein Angebot geschaffen wurde, durch das die Jugendlichen in ihren entsprechenden Lebenskrisen unterstützt werden. Auch hilfreich ist es zu wissen, dass man Jugendlichen, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, dabei unterstützen kann, wieder neuen Lebensmut zu finden, das ist für die 6 frischgebackenen Peers die schönste Motivation – da sind sich am heutigen Nachmittag alle einig.

Eindrücke der startsocial Bundespreisverleihung

Ganz großer Erfolg für das Dortmunder Projekt [U25] Online-Suizidprävention. Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs startsocial wurde das Team um Projektleiterin Laura-Maria Lintzen und Peer-Beraterin Kimia am heutigen Mittwoch in Berlin mit einem der sieben Bundespreise ausgezeichnet. Überreicht wurden die Bundespreise durch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bereits im vergangenen Jahr belegte das Team der Dortmunder [U25] Online-Suizidprävention, das unter der Trägerschaft des SkF e.V. Dortmund läuft, einen großartigen zweiten Platz beim Deutschen Bürgerpreis 2017 in Berlin und erhielt damit eine Anerkennung durch den wichtigsten Preis für ehrenamtliches Engagement in Deutschland. Nun wurde dem Projekt durch die Auszeichnung im Wettbewerb von startsocial eine weitere Ehre zuteil. „Unter die ersten sieben zu kommen, ist einfach nur großartig“, freut sich Laura-Maria Lintzen.

Im Frühling 2017 bewarb sich [U25] Online-Suizidprävention in Dortmund bei startsocial um ein viermonatiges Beratungsstipendium. startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ unterstützt startsocial soziale Initiativen durch viermonatige Beratungsstipendien. Während des Beratungsstipendiums arbeiteten die Peers sowie die Standortleitung von [U25] Dortmund mit Experten aus der Wirtschaft und dem Non-Profit-Bereich an der Weiterentwicklung des Projektes. Detaillierte Feedbacks, persönliche Beratung und eine Vielzahl von Kontakten halfen, die Arbeit von [U25] Dortmund noch weiter zu optimieren. Die überzeugendsten 25 Projekte der Stipendiaten wurden im Rahmen der feierlichen Bundespreisverleihung in Berlin jetzt ausgezeichnet. Für das Team von [U25] bedeutet diese Auszeichnung bei aller Freude über die besondere Ehrung vor allem aber eine Anerkennung der wichtigen Arbeit, die sie täglich leisten. „Als wir im Frühjahr von der Ehrung erfahren haben, waren wir natürlich erstmal sprachlos. Wir freuen uns wirklich sehr über diese Ehre“, so Laura-Maria Lintzen. „Besonders freue ich mich für die ehrenamtlichen Peers, die unser Projekt so selbstlos und auch mutig unterstützten. Denn besonders unsere Peers, die sich selbst ja aufgrund der Brisanz der Thematik mit der wir arbeiten, teilweise in der Anonymität verstecken müssen, haben ein Dankeschön und eine solch positive Aufmerksamkeit verdient. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass alle Peers von solchen Events lange zehren und viel Selbstbewusstsein daraus ziehen.“ Gleichzeitig freue sie sich, dass die Bundeskanzlerin sich so viel Zeit genommen habe, alle anwesenden Projektvertreter/innen zu würdigen. Von der Politik gesehen zu werden, sei besonders wichtig für das Ehrenamt. „Nicht nur, weil damit Dankbarkeit gezeigt wird, sondern auch, weil Ehrenamt häufig Bereiche aufzeigt, in denen (noch) nicht alles glatt läuft und man eben auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen ist. Ich sehe daher eine große Chance darin, wenn sich die Kanzlerin so lange und so wohlwollend all den tollen Initiativen und Ideen, die an diesem Tag im Kanzleramt versammelt waren, widmet.“

Umso schöner ist es für das Team von [U25] daher, wenn sie sich durch eine solche Auszeichnung wie diese in ihrer Arbeit bestätigt wissen. Die Möglichkeit zu haben, jungen Menschen in Krisensituationen zu helfen und sie davon zu überzeugen, wie wertvoll das Leben ist, motiviert die jungen Peers jeden Tag aufs Neue für ihre Arbeit.

Auch Peer-Beraterin Kimia ist dankbar für die Anerkennung und Aufmerksamkeit, die das Projekt [U25] gegenwärtig erfährt. Während des Coachings war sie eine von wenigen ausgewählten Peers, die mit in den Prozess einbezogen wurden. Obwohl Kimia erst 18 Jahre ist, blickt sie bereits auf eine zweijährige Mitarbeit bei [U25] zurück. Auch sie freut sich sehr über die Anerkennung, die das Projekt erfahren hat. „Im Team von [U25] fühle ich mich sehr wohl und dafür bin ich dankbar. Gerade daher finde ich, hat dieses Projekt aus verschiedenen Gesichtspunkten ein Dankeschön verdient. Denn nicht nur den Hilfesuchenden, den suizidalen Menschen wird geholfen, sondern auch wir Peers werden durch die Anbindung an das Projekt gestärkt und in Krisenzeiten gestützt.“

Für die Zukunft wünscht sich das Team von [U25] auch weiter so motiviert arbeiten zu können und sieht in der Berücksichtigung durch Preisverleihungen wie diese, einen Wegweiser für die Zukunft und Bestätigung für die Arbeit. Laura-Maria Lintzen: „Bei der Preisverleihung des Deutschen Bürgerpreises haben wir uns vom Bundespräsidenten gewünscht, dass das Thema der Suizidalität und auch andere so genannte Tabuthemen von der Politik mehr beachtet und unterstützt werden.

Fotos: Bundesregierung/Carsten Koall
Text: Anna Petri

Große Ehre: [U25] Dortmund trifft Bundeskanzlerin

Eine große Ehre: Team der [U25] Online-Suizidprävention aus Dortmund wird im Juni durch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ausgezeichnet.

Wie wir bereits Ende des vergangenen Jahres berichtet haben, wurde das Team der Dortmunder [U25] Online-Suizidprävention mit einem großartigen zweiten Platz beim Deutschen Bürgerpreis 2017 in Berlin ausgezeichnet. Damit erhielt das Projekt, das unter der Trägerschaft des SkF e.V. Dortmund läuft, eine Anerkennung durch den wichtigsten Preis für ehrenamtliches Engagement in Deutschland.

Nun kann sich das Team um Projektleiterin Laura-Maria Lintzen über eine weitere besondere Auszeichnung freuen. Im Frühling 2017 bewarb sich [U25] Online-Suizidprävention in Dortmund bei startsocial um ein viermonatiges Beratungsstipendium. startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ unterstützt startsocial regelmäßig 100 soziale Initiativen durch viermonatige Beratungsstipendien. Während des Beratungsstipendiums arbeiteten die Peers sowie die Standortleitung von [U25] Dortmund mit Experten aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich an der Weiterentwicklung des Projektes. Detaillierte Feedbacks, persönliche Beratung und eine Vielzahl von Kontakten halfen, die Arbeit von [U25] Dortmund noch weiter zu optimieren.

Die überzeugendsten 25 Projekte der Stipendiaten werden im Juni dieses Jahres zur feierlichen Bundespreisverleihung nach Berlin eingeladen – darunter auch das Team von [U25] Dortmund! Die Arbeit aller Mitwirkenden bei  [U25] Dortmund wird am 20.06. so durch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine besondere Ehrung erfahren. „Wir waren erstmal sprachlos und freuen uns wirklich sehr über diese Ehre“, so Laura-Maria Lintzen. „Besonders für die beratenden Peers ist diese Auszeichnung eine großartige Bestätigung für die wichtige Arbeit, die sie täglich leisten.“ Solch eine Wertschätzung sei auch eine sehr gute Motivation für weitere zukünftige Aufgaben und zeige, dass das Team auf dem richtigen Weg sei, freut sich auch SkF-Geschäftsführer Alwin Buddenkotte.


Wichtiger Hinweis für die Presse:
startsocial ermöglicht es den teilnehmenden Projekten, dass ausgewählte Pressevertreter sie zur Berichterstattung nach Berlin begleiten dürfen und an der Veranstaltung im Bundeskanzleramt teilnehmen. Wichtig: Bitte melden Sie sich hierfür unbedingt bis zum 13. Mai per E-Mail bei info(at)startsocial.de mit dem Betreff: „Pressekontakte Preisverleihung“ an, und geben Sie Laura-Maria Lintzen von [U25] eine kurze Rückmeldung, dass Sie dabei sind. Tel.: +49 (0231) 861085-15 |  E-Mail: l.lintzen(at)skf-dortmund.de

Selbstverständlich steht Ihnen das Team von [U25] ebenfalls im Vorfeld für Interviews zur Verfügung. Bitte melden Sie sich hierfür ebenfalls gern direkt bei Frau Lintzen an.

Zum Hintergrund von [U25]:

[U25] läuft als Projekt unter der Trägerschaft des SkF e.V. Dortmund und wurde im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Kernpunkt von [U25] stellt die Online-Suizidprävention dar. Über das so genannte Help-Mail-System bekommen Personen bis 25 Jahre in akuten Krisen kostenlose, anonyme und zeitlich unbegrenzte Unterstützung via Mail. Neben der onlinebasierten Arbeitsweise stellt eine weitere Besonderheit von [U25] die Arbeit mit so genannten Peerberater/innen dar. Diese sind mit 16-25 Jahren im gleichen Alter wie die Betroffenen, werden vor Beginn der Beratungstätigkeit 3-6 Monate speziell zum/zur Peerberater/in geschult und engagieren sich ehrenamtlich. Zusätzlich bietet [U25] die Möglichkeit Schulen oder soziale Einrichtungen zu besuchen und in Form von Workshops zu den Themen Suizidalität und Krisen im Jugendalter aufzuklären sowie eventuell bestehende Berührungsängste abzubauen.

 

(Text: Anna Petri)

Fachtag zum Thema Suizidprävention fand statt

Eindrücke vom Fachtag zum Thema Suizidalität im Kindes- und Jugendalter der [U25] Standorte in NRW: Dortmund, Gelsenkirchen und Paderborn

„Ich bin mir heute noch sicher, dass dieser Kontakt mein Leben rettete“, sagt Hannah. „Ihr sorgt dafür, dass wir weiterleben wollen“, schreibt Jasmin. Beide wurden von gleichaltrigen Freiwilligen der Online-Suizidprävention [U25] der Caritas begleitet. Rund 200 Ehrenamtliche an zehn Standorten von [U25] in Deutschland stehen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ernsthaft darüber nachdenken, sich aus Verzweiflung das Leben zu nehmen, als Ansprechpartner zur Verfügung. „Ich habe sehr viel Respekt vor diesem Engagement“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig bei einem Caritas-Fachtag „Suizidprävention im Kindes- und Jugendalter“ im Sozialinstitut Kommende in Dortmund. „Die jungen Leute sind bereit, sich konfrontieren zu lassen mit Perspektivlosigkeit“, betonte Lüttig, der die Gründung der zwei U25-Standorte im Erzbistum Paderborn beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Dortmund und beim Caritasverband Paderborn anstieß. Suizid sei die zweithäufigste Todesursache unter Jugendlichen, sei aber immer noch ein Tabuthema, über das viele Vorurteile kursieren.

„Wir sind Wegbegleiter in schwierigen Zeiten, aber keine Psychologen“, schilderte Kathy von der [U25]-Beratung in Dortmund. „Wir gucken bei den Anfragen, wer zu wem passt, je nach Thema oder Alter.“ Zum Schutz der Ratsuchenden und der gleichaltrigen Berater, der sogenannten Peers, bleibt die Beratung anonym. „Wir haben ein offenes Ohr, therapieren aber nicht“, erklärt Peer-Begleiterin Christine aus Dortmund. Viele der Ratsuchenden seien schon in Therapie, suchten aber den Austausch mit Gleichaltrigen. Junge Erwachsene, die sich in der Online-Suizidprävention engagieren wollen, werden in einem 32 Stunden dauernden Kurs intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet, berichtet Jakob Henschel, [U25]-Projektleiter beim Deutschen Caritasverband. Die jungen Ehrenamtlichen würden intensiv begleitet. Alle 14 Tage tauschen sie sich in einer verpflichtenden Teambesprechung über ihre Erfahrungen aus.

[U25]  sei als Angebot „dringend nötig“, sagte Johannes Ketteler, Leiter des Krisenzentrums Dortmund. Auch weil Kinder und Jugendliche in der Schule und in ihrem Umfeld häufig keinen Ansprechpartner finden. Er rief dazu auf, jeden Hilfesuchenden ernst zu nehmen. „Wenn jemand sagt, er ist in einer Krise, ist er es.“  Krisenhilfe müsse aber helfen, „Leid zu gestalten, nicht zu unterdrücken“. Schließlich liege auch im Leiden eine Chance für Wachstum. „Ruhige See hat noch nie einen guten Seemann hervorgebracht.“ Wichtig sei eine verlässliche Begleitung in der Krise.

Eine große Rolle bei Jugendlichen, die notfallmäßig in die Psychiatrie kämen, spiele Mobbing, sagte Dorothea Rahmann, Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LWL-Elisabeth-Klinik Dortmund. Großen Einfluss auf suizidales Verhalten haben zudem sexueller Missbrauch sowie schwere physische und psychische Misshandlungen, aber auch familiäre Konflikte, die Trennung der Eltern oder Liebeskummer. Unter den Hilfesuchenden in suizidalen Krisen seien wegen ihrer traumatischen Erlebnisse auch viele Flüchtlinge. Wenn Jugendliche bereits einen Suizidversuch unternommen haben, dürfe man auf keinen Fall mit Vorwürfen oder vorschnellen Lösungsvorschlägen reagieren, warnt Rahmann. Als erste Hilfe seien stützende Gespräche in einem stabilen Rahmen nötig. Dafür werde in ihrer Klinik ein ständiger Bezugstherapeut eingesetzt, der versuche, eine Perspektive für das Leben zu vermitteln.

(Text:Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e. V. )

Vierte Gruppe Ehrenamtlicher lässt sich zu Krisenbegleiter/innen ausbilden

 

Schon im Frühjahr ging es für die 8 jungen Engagierten los. Ende April fand die vierte Gruppe, die die Fachkräfte von [U25] Dortmund nun zu ehrenamtlichen Krisenbegleiter/innen ausbilden werden, das erste Mal zusammen- mittlerweile ist mehr als die Hälfte der Ausbildung abgeschlossen und die neuen Peer-Berater/innern steuern dem Ende der Ausbildung und einem sehr spannenden Ehrenamt entgegen. Nach Abschluss der Ausbildung dürfen sie bis zu 3 Jugendliche in Krisen gleichzeitig via Mail durch die jeweilige Krisenzeit begleiten. Viele der Betroffenen sind suizidal- und genau dieses Arbeitsfeld ist es, das alle Auszubildenden Peers so spannend finden. Wirklich was bewirken- das wollen sie alle. Leben retten.
Und wir wünschen Euch dabei viel Erfolg und ein Bisschen Glück.
Willkommen in der [U25] Familie!

Children for a better world Unterstützt [U25] Dortmund

Das Projekt CHILDREN! Jugend Hilft der Organisation children for a better world e.V. hat sich jüngst entschlosse, den [U25] Standort in Dortmund mit einer Fördersumme von 1.000€ zu unterstützen. Darüber haben wir uns schon riesig gefreut. Gleichzeitig gehört [U25] Dortmund auch zu den 8 Siegerprojekten des dazugehörigen Wettbewerbs. Die Siegerprämie besteht aus einem mehrtätigen Schultungscamp für unsere jüngsten Peers, sowie einem Treffen mit der Gattin des Bundespräsidenten Elke Büdenbender im Schloss Bellevue. WAHNSINN! Wir freuen uns sehr und sind echt dankbar für eine solche Ehre. Sowohl das Camp als auch der Besuch im Schloss Bellevue werden Ende des Jahres stattfinden- noch etwas hin – aber wir werden berichten!

 

 

Es schneit, es schneit…

Auch das zweite Jahr seit Bestehen des Projektes [U25] in Dortmund neigt sich nun langsam dem Ende zu. Sogar in Dortmund fallen mittlerweile dicke Schneeflocken vom Himmel und wir möchten die Gelegenheit nutzen uns ganz herzlich bei all jenen Menschen und Organisationen zu bedanken, die dazu beigetragen haben, dass wir auf ein so erfolgreiches Jahr zurückblicken können.
Ein ganz großer Dank gilt natürlich all jenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die uns ihr Vertrauen schenken und die wir durch unser Beratungsangebot unterstützen dürfen. DANKE an euch und euren Mut!
Auch unsere Peers haben das Projekt in diesem Jahr wieder fantastisch unterstütz über 200 Hilfesuchenden konnten unsere Berater/innen in diesem Jahr unterstützend zur Seite stehen. Danke für euren Einsatz und die über 1200 Mails, durch die Ihr auch in diesem Jahr wieder ein Bisschen Hoffnung und Zuversicht in die Welt getragen habt.
Desweiteren geht ein großer Dank an die Untersützer sowie die Juroren des Heinricht-Schmitz-Preises, des Deutschen Bürgerpreises 2017 sowie an startsocial. Es bedeutet uns sehr viel und macht uns überaus stolz in diesem Jahr sowohl die benannten Preisen geehrt worden zu sein als auch eines der startsocial Stipendien gewonnen haben zu dürfen.

Optimistisch in die Zukunft blickend wünschen wir Ihnen und Euch eine schöne und ruhige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das Neue Jahr!

Euer [U25] Dortmund Team

Pünktlich zur Weihnachtszeit ist er fertig: unser Video-Spendenaufruf

Hier geht es zum Video.

Pro Jahr nehmen sich allein in Nordrhein-Westfalen etwa 1.800 Menschen das Leben. Zum Vergleich: die Zahl der Verkehrstoten in NRW liegt jährlich bei etwa 450 Personen.
Erschreckend hohe Zahlen, die unbedingt nach unten korrigiert werden müssen, insbesondere, da sich unter den Todesfällen jährlich hunderte Kinder und Jugendliche befinden!

Das Projekt [U25] Online-Suizidprävention in Dortmund, widmet sich genau dieser Aufgabe. Über das so genannte Help-Mail-System bekommen Personen bis 25 Jahre in akuten, meist suizidalen Krisen kostenlose, anonyme und zeitlich unbegrenzte Unterstützung via Mail. Neben der onlinebasierten Arbeitsweise stellt eine weitere Besonderheit von [U25] die Arbeit mit so genannten Peerberater/innen dar. 25 dieser Berater/innen arbeiten aktuell für das Projekt. Sie sind mit 16-25 Jahren im gleichen Alter wie die Hilfesuchenden, werden vor Beginn der Beratungstätigkeit speziell geschult und engagieren sich ehrenamtlich bei [U25].
Jährlich begleiten sie bis zu 300 Hilfesuchende in Krisenzeiten- allein am Standort Dortmund.

Derzeit wird das Projekt durch eine Start-Up Finanzierung der Aktion Mensch sowie des Caritasverbandes der Diözese Paderborn getragen. Diese Finanzierung endet jedoch im kommenden Jahr, weshalb das Projekt bereits jetzt auf der Suche nach möglichen Spendern ist.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee einen Video-Spendenaufruf zu drehen, der zusätzlich Einblicke in die tägliche Arbeit der Peer-Berater/innen gibt.
Jonas Grote und Jakob Rhode, zwei junge Filmemacher aus Bochum, haben sich dieser Aufgabe gerne angenommen und die Idee umgesetzt. Schon im Sommer begannen die Dreharbeiten- nun fallen die ersten Schneeflocken und pünktlich zur Weihnachtszeit ist der Film fertig. „Es war uns wirklich eine Herzensangelegenheit“ resümieren beide. Es sei wichtig, über das Thema Suizid aufzuklären und durch den Kurzfilm tragen beide gern dazu bei.

VIELEN DANK!
Den Film gibt es ab sofort hier zu sehen!

 

Vorurteile über Suizid und Depressionen

„In Deutschland gibt es große Wissens­lücken über Depressionen. Fast jeder Fünfte findet, dass sich Betroffene zusammenreißen sollten, ein weiteres knappes Fünftel hält Schokolade für ein geeignetes Hilfsmittel gegen Depressionen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im „Deutschland-Barometer Depression“, das die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und die Stiftung Deutsche Bahn heute in Berlin vorstellten“ stellt aerzteblatt.de fest. Hier geht es zum Arikel.

Auch unsere Peer-Berater/innen haben bereits häufiger Erfahrungen gemacht, die darauf schließen lassen, dass es noch viel Unwissenheit über Suizid und Depressionen in Deutschland gibt. Wir denken, Bescheid wissen, kann Suizide verhindern. Die folgenden Vorurteile sind leider weit verbreitet- aber alle FALSCH. Hättet Ihr es gewusst?

Vorurteil 1:
Wer einmal versucht sich umzubringen, der versucht es kein zweites Mal.
FALSCH. Ganz im Gegenteil ist wer bereits einen Suizidversuch hinter sich hat besonders gefährdet weitere Versuche zu unternehmen.

Vorurteil 2:
Man sollte Menschen nicht auf mögliche Suizidgedanken ansprechen. Damit bringt man sie erst auf die Idee es wirklich zu tun.
FALSCH. Es ist wichtig, Betroffenen das Gefühl zu geben auch mit bestehenden Suizidgedanken akzeptiert und geliebt zu werden. Darüber reden kann durchaus dem Gefühl entgegen wirken ausgegrenzt zu sein.

Vorurteil 3:
Wer damit droht sich umzubringen macht es eh nicht.
FALSCH. Studien haben ergeben, dass etwa 80% aller Suizide angekündigt werden.